Das Cockpit
Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine

Fliegen ist ein Erlebnis. Für viele Millionen Fluggäste von Austrian Airlines jedes Jahr. Und damit das für unsere Kunden auch so bleibt, arbeitet hinter den Kulissen ein hoch professionelles Team aus Menschen, die einen sehr hohen Qualitätsstandard sichern. Täglich. Dazu gehört die Gruppe unserer Linienpilot/innen. Unserer Kunden verlassen sich wie selbstverständlich darauf, dass die Pilot/innen ihren Job richtig machen, dass sie gesund und pünktlich ankommen und den Komfort an Bord genießen können. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte sich bewusst sein, dass dieser Job mehr bietet als die meisten anderen und ein hohes Maß an Eigeninitiative und Verantwortung erfordert.
Pilot/innen treffen
am Boden und in der Luft
laufend Entscheidungen
zum Wohle der Passagiere und ihrer Crew.
Durch den Einsatz von modernen Bordcomputern und komplizierter Technik sind die
Anforderungen an unsere Pilot/innen sehr hoch. Kein Tag gleicht
dem anderen. Täglich werden neue Destinationen mit
immer neu zusammengesetzten Besatzungen angeflogen, was ein hohes Maß an Flexibilität und Problemlösungskompetenz voraussetzt.
Diese
Verantwortung nehmen Linienpilot/innen ernst.
Sie trainieren mehrmals jährlich im
Simulator,
durchlaufen in
Ihrer Laufbahn Schulungen,
Seminare, Checkflüge, Fortbildungen und Notfalltrainings.
Und die Freude am Job fliegt täglich mit.
Die körperliche Belastung im Berufsleben ist hoch - so sind die Einflüsse von Trockenheit im Cockpit, Strahlung und Jetlag sowie Temperatur- oder Luftdruckänderungen auf das körperliche Wohlbefinden nicht zu unterschätzen. Körperliche Fitness ist deswegen eine wichtige Vorraussetzung für diesen Job. Die Freizeit fällt bei Pilot/innen aus diesem Grund großzügiger aus als in vielen anderen Berufen. Außerdem bietet Austrian Airlines flexible Arbeitszeiten, Teilzeitvertäge und Karenz.
Fliegen Sie doch zunächst einmal in Gedanken im Cockpit mit und lesen Sie den folgenden Erfahrungsbericht eines zukünftigen Kollegen:
Capt. Peter Uhl
Der Arbeitsplatz mit der besten Aussicht

Wenn ein junger Mensch vor der vermutlich wichtigsten Entscheidung seines bisherigen Lebens steht, nämlich jener seiner Berufswahl, trifft er unweigerlich auf das Schlagwort "Traumberuf". Ich habe für mich diese Frage vor vielen Jahren ohne Zögern mit "Pilot" beantwortet, eigentlich wollte ich schon immer ins Cockpit einer Linienmaschine. Wenn man schließlich das große Glück hat, diesen Weg tatsächlich beschreiten zu können, nach erfolgreichem Auswahlverfahren und Ausbildung ein Flugzeug mit vielen Passagieren pilotiert, darf man sich wohl zu den wenigen privilegierten Menschen zählen, die sich ihren großen Traum erfüllen konnten. Nachdem mittlerweile einige Jahre vergangen sind, genauer gesagt fünf auf der Mittel- und sieben auf der Langstrecke, möchte ich hier einen objektiven, garantiert abgeklärten Blick auf meine Sicht der Dinge geben.
Gleich vorweg: ich habe meine Entscheidung nie bereut, würde heute noch ohne zu zögern dieselbe treffen. Ich freue mich auf meine Einsätze, auf die Länder, in die die Reise führt, ich freue mich auf herausfordernde Landungen bei starkem Wind genauso wie auf Starts in dichtem Nebel, ich freue mich auf Linien- genauso wie auf Charterflüge.
Ich möchte die Abwechslung, die mir mein Beruf bringt, nicht missen. Kein Flug ist wie der andere. Keine andere Arbeit ist wie diese. Die Arbeitszeiten entsprechen auch nicht gerade der Norm. Wenn man etwa nach einem Transatlantikflug müde ins Bett fällt und einen Grossteil des Tages verschläft, so fällt es schwer, wieder seinen Rhythmus zu finden. Vor allem dann, wenn es wenige Tage später wieder in eine andere Zeitzone geht.
Hier sehe ich einen gewissen Nachteil der Fliegerei, ein weiterer ist wohl die Schwierigkeit, ein sozial aktives Leben zugestalten. Eine Mitgliedschaft in einem Verein etwa, der sich regelmäßig versammelt, fällt schwer. Das meiner Meinung nach vermutlich schwerwiegendste Problem allerdings ist, dass man mit der Linienpiloten-Lizenz zwar den Nachweis einer ausgezeichneten Ausbildung in Händen hält, diese aber sehr zielgerichtet und speziell ist.
Man muss im Interesse der Flugsicherheit zweimal jährlich Checks am Simulator bewältigen, man muss auch im selben Rhythmus die körperliche Tauglichkeit unter Beweis stellen. Wenn hier ein medizinisches Problem, etwa durch Krankheit oder Unfall auftritt, ist man unter Umständen gezwungen, den Beruf eine Zeit lang oder aber auch für immer aufzugeben. Eine entsprechende berufliche Alternative zu finden fällt in diesem schlimmsten aller Fälle schwer.
Man kann diese Mankos aber auch als beinahe schon notwendige Herausforderung sehen, ein gesundes, aktives und bewusstes Leben zu führen. Schließlich möchte ich bis zur Pension jeden einzelnen Flug genießen. Und Gründe dafür gibt's genug:
Weil's Spaß macht, ein Flugzeug zu fliegen.
Weil ich den Arbeitsplatz mit der besten Aussicht habe.
Weil man selbst bei Dauernebel immer wieder in die Sonne kommt.
Weil's jedes Mal wieder ein gutes
Gefühl ist, einen Einsatz sicher zu beenden.
Weil man danach mit freiem Kopf seine Freizeit verbringen kann.
Weil ich gerne durch New York
bummle und ein paar Tage später in Tokyo esse.
Weil viel Technik, aber auch
Menschlichkeit im Spiel ist.
Weil verantwortungsvolle und
herausfordernde Arbeit einem am Ende des Tages ein gutes Gefühl geben.
Weil, weil, weil...