FAQ's
Haben weibliche Bewerber die gleichen Chancen wie männliche?
Ein eindeutiges "Ja". Alle Bewerber/innen werden an den gleichen Maßstäben gemessen, schließlich müssen sie ja auch später am Arbeitsplatz die gleichen Anforderungen erfüllen. Leider ist der Anteil weiblicher Bewerber zum Verkehrsflugzeugführer immer noch sehr klein (unter 10%).
DLR-Test nicht bestanden, was jetzt?
Beim DLR-Test handelt es sich zunächst um den Einstellungstest der Austrian Airlines. Ein Nicht-Bestehen ist noch nicht zwangsläufig eine Aussage über Ihre generelle Einigung für diesen Beruf. Sie sollten zunächst das Angebot eines detaillierten Feedbacks seitens des DLR wahrnehmen. Lassen Sie etwas Zeit verstreichen, um die erste Enttäuschung abklingen zu lassen, und bitten Sie dann um einen Termin in Hamburg. Wenn Sie sich nach diesem Gespräch dazu entschließen, die Ausbildung "auf eigene Faust" zu machen, kommt es zunächst auf die Auswahl der Flugschule an. Eine bestimmte Empfehlung für eine Schule können wir nicht abgeben, da hier sehr viele persönliche Faktoren eine Rolle spielen. Sie müssen realistisch mit einer Ausbildungsdauer von 18-24 Monaten und Kosten in Höhe von 50.000,- € bis 70.000,- € rechnen.
Kann ich eine Untersuchung
wiederholen?
Grundsätzlich nein. Aber: Erneute Untersuchungen sind für unterschiedliche
Berufe/Auftraggeber möglich, z.B. kann man sich bei einer erfolglosen Bewerbung
zum/r Pilot/in anschließend als Fluglotse bewerben und umgekehrt. Außerdem kann man
sich bei erfolgloser Bewerbung für eine Ausbildung zum/r Pilot/in (sogenanntes "Ab-initio"
Verfahren) gegebenenfalls als Lizenz- Inhaber (ATPL)erneut als "Ready-entry"
bewerben.
Ich habe vor kurzem an einer
OS-BU teilgenommen und leider nicht bestanden. Bin ich jetzt als Pilot/in generell
ungeeignet?
Es ist sehr schwer, eine allgemeingültige Antwort zu geben, da uns die Gründe
für die negative Entscheidung nicht vorliegen. Eine solche Frage sollte daher
anlässlich einer Datenerklärung
erörtert werden, die wir Ihnen vor Ort in Hamburg empfehlen. Ein
Diplompsychologe wird Ihnen die Daten erläutern und Ihnen somit eine
Entscheidungshilfe in die Hand geben.
Was kostet mich die Ausbildung bei Austrian Airlines?
Die Ausbildungskosten werden von Austrian Airlines vorfinanziert.
Wie sehen meine Chancen für einen
Ausbildungsplatz aus?
Unsere langjährige Erfahrung hat gezeigt, dass der Bedarf an Verkehrsflugzeugführern stark schwankt.
Zur Zeit ist kein Ausbildungskurs für das Jahr 2010 vorgesehen. Diese
Planungskriterien können sich aber natürlich rasch ändern. Es ist im Moment weder für andere Fluggesellschaften noch für uns möglich,
kurzfristige, zuverlässige Prognosen über die Entwicklung in der Luftfahrt
abzugeben. Langfristig gehen wir allerdings von einer weiteren Expansion des
Luftverkehrs und damit einhergehendem Pilotenbedarf aus. Auch die
Luftfahrt-Zukunftsprognosen der Dachorganisationen (IATA und ICAO) sowie der
Flugzeughersteller belegen langfristig einen weltweit hohen Bedarf an
Verkehrsflugzeugführern. Deshalb führen wir unser Auswahlverfahren auch in
Nachfrageschwachen Jahren fort.
Wann muss ich als Pilot/in in Pension gehen?
Nach gültigem Vertragsrecht grundsätzlich mit 60 Jahren. Alle sechs Monate
findet eine medizinische Untersuchung des Flugpersonals statt. Gegen Risiken im
Falle eines Lizenz-Verlustes kann man sich versichern lassen (Loss of
Licence), was je nach Versicherungssumme zwischen 250,- € und 400,- € im Monat kostet. Außerdem gibt es - solange man im Cockpit sitzt - Jahr für Jahr zwei Überprüfungen (Checks) im Simulator, die zu bestehen sind.